Soziologie: Kultur
3.1 What Is Culture?
Was ist Kultur?
Kultur (culture) ist das erlernte, geteilte und sozial durchgesetzte System aus Werten, Überzeugungen, Normen, Sprache, Symbolen, Praktiken, Artefakten und kollektiven Identitäten einer Gruppe. Sie umfasst sowohl materielle als auch immaterielle Aspekte und wird durch Interaktion innerhalb der Gruppe geschaffen und aufrechterhalten. Soziologisch betrachtet entsteht Kultur erst durch die gemeinsame Erwartungsbildung und -durchsetzung der Mitglieder einer Gesellschaft.
Abgrenzung der Begriffe Gesellschaft (society) und Kultur (culture).
| Gesellschaft | Kultur | |
|---|---|---|
| Definition | Gruppe von Menschen, die eine Gemeinschaft und Kultur teilen | Werte, Überzeugungen, Normen, Sprache, Symbole und Praktiken einer Gruppe |
| Beispiele | Menschen in einer Nachbarschaft, einem Land oder einer Region | Sprache, Kleidung, Rituale, Musik, Architektur |
| Abhängigkeit | Kann ohne Kultur nicht existieren | Kann ohne Gesellschaft nicht existieren |
Unterteilung von Kultur in materielle und immaterielle Aspekte mit Beispielen.
| Aspekt | Definition | Beispiele |
|---|---|---|
| Materielle Kultur (material culture) | Physische, greifbare Objekte einer Kultur | Metro-Tickets, Busse, U-Bahn-Stationen, Kleidung, Schmuck |
| Immaterielle Kultur (nonmaterial culture) | Nicht greifbare Ideen, Einstellungen und Überzeugungen | Normen wie Warteschlangenbildung, Werte wie Respekt vor Privatsphäre, Bildungssysteme |
Materielle und immaterielle Kultur sind eng verknüpft: Physische Objekte symbolisieren oft kulturelle Ideen. Beispielsweise steht ein Metro-Ticket für die Akzeptanz kapitalistischer Prinzipien (immateriell), während das Ticket selbst ein materielles Objekt ist. Kleidung oder Schmuck (materiell) spiegeln gesellschaftliche Normen über angemessenes Auftreten (immateriell) wider.
- kulturelle Universalien (*cultural universals*)
- Muster oder Merkmale, die in allen Gesellschaften weltweit vorkommen, z. B. Familienstrukturen, Rituale wie Hochzeiten oder Bestattungen, Sprache oder persönliche Namen. Sie dienen grundlegenden menschlichen Bedürfnissen wie Überleben, Fortpflanzung oder sozialer Kohäsion.
Kulturelle Universalien sind nicht statisch: Obwohl alle Gesellschaften Familienstrukturen kennen, variieren deren Formen stark. In vielen asiatischen Kulturen leben mehrere Generationen unter einem Dach, während in den USA die Unabhängigkeit junger Erwachsener erwartet wird. Auch Musik und Humor gelten als universelle Ausdrucksformen, die Emotionen und Gruppenzugehörigkeit stärken.
Abgrenzung der Konzepte Ethnozentrismus, kultureller Imperialismus und Xenozentrismus.
| Ethnozentrismus (ethnocentrism) | Kultureller Imperialismus (cultural imperialism) | Xenozentrismus (xenocentrism) | |
|---|---|---|---|
| Definition | Bewertung anderer Kulturen anhand der eigenen Normen als Maßstab | Bewusste Auferlegung der eigenen Kultur auf eine andere Kultur | Glaube, dass eine andere Kultur der eigenen überlegen ist |
| Beispiel | Annahme, dass westliche Tischmanieren die einzig richtigen sind | Kolonialisierung mit Zwang zur Christianisierung und europäischer Kleidung | Rückkehr eines Austauschstudenten mit der Überzeugung, die eigene Kultur sei rückständig |
| Gefahr | Missverständnisse, Stereotype, Konflikte | Unterdrückung lokaler Traditionen und Praktiken | Verlust der eigenen kulturellen Identität |
Kultureller Imperialismus kann in modernen Kontexten durch internationale Hilfsorganisationen auftreten, die landwirtschaftliche Methoden oder Pflanzenarten aus Industrieländern in Regionen einführen, die besser mit einheimischen Varianten bedient wären. Ein weiteres Beispiel ist die Abholzung des Amazonasgebiets, die indigene Kulturen verdrängt.
- Kulturschock (*culture shock*)
- Gefühl der Desorientierung und Frustration, das entsteht, wenn Menschen mit einer neuen Kultur konfrontiert werden und ihre vertrauten Normen, Werte oder Verhaltensmuster nicht anwendbar sind. Dies kann zu ethnnozentrischen Reaktionen führen, bei denen die eigene Kultur idealisiert und die fremde abgelehnt wird.
Kulturschock entsteht durch Unterschiede in Alltagsroutinen, Sprache, Essgewohnheiten oder sozialen Regeln. Beispielsweise empfinden chinesische Studierende in den USA die häufigen Unterbrechungen im Unterricht als unhöflich, während US-Studierende dies als normal empfinden. Die Phase der Anpassung verläuft oft über Ablehnung der neuen Kultur und Idealisierung der eigenen hin zu schrittweiser Integration.
- Kultureller Relativismus (*cultural relativism*)
- Praktik, eine Kultur anhand ihrer eigenen Standards zu bewerten, anstatt sie durch die Linse der eigenen Kultur zu betrachten. Dies erfordert Offenheit und die Bereitschaft, sich auf fremde Normen und Werte einzulassen, ohne sie automatisch als falsch oder minderwertig einzustufen.
3.2 Elements of Culture
Elemente der Kultur
Eine Kultur funktioniert über Werte (ideelle Prinzipien und Standards, die hochgehalten werden), Glauben (überzeugungen, die als wahr gelten) und Normen (sichtbare und unsichtbare Verhaltensregeln). Diese Elemente prägen sowohl das tägliche Handeln als auch die Wahrnehmung von Realität.
Unterschied zwischen Werten und Glauben
| Werte | Glaube | |
|---|---|---|
| Definition | Ideelle Prinzipien und Standards, die eine Kultur hochhält (z. B. Bildung als wertvoll erachten). | Überzeugungen oder Überzeugungen, die Menschen als wahr ansehen (z. B. der Glaube an den „American Dream“). |
| Funktion | Leiten das Handeln und prägen die Kultur (z. B. Reichtum als erstrebenswert). | Bestimmen, was als wahr oder falsch gilt (z. B. „harte Arbeit führt zu Erfolg“). |
| Beispiel | In den USA gilt Bildung als hochwertig. | Ein US-Bürger glaubt, dass harte Arbeit zu Erfolg führt. |
Kulturen unterscheiden sich in ihren Werten und Normen. Beispielsweise legt die US-amerikanische Kultur Wert auf Individualismus (Priorität des Einzelnen), während viele andere Kulturen Kollektivismus (Priorität der Gruppe) betonen. Diese Unterschiede zeigen sich in Alltagspraktiken wie Begrüßungen oder Entscheidungsfindungen.
- Ideal- vs. Realkultur
- Die Idealkultur beschreibt die Standards, die eine Gesellschaft anstrebt (z. B. keine Armut, keine Gewalt). Die Realkultur zeigt dagegen die tatsächlichen Gegebenheiten (z. B. Kriminalität, soziale Ungleichheit).
Gesellschaften nutzen Sanktionen (Belohnungen und Bestrafungen), um Werte und Normen durchzusetzen. Positive Sanktionen (z. B. Lob) belohnen konformes Verhalten, negative Sanktionen (z. B. Strafen) bestrafen Abweichungen. Sanktionen können formal (Gesetze) oder informal (soziale Missbilligung) sein.
Formelle vs. informelle Normen
| Formelle Normen | Informelle Normen | |
|---|---|---|
| Definition | Explizit festgelegte, schriftliche Regeln (z. B. Gesetze, Schulordnungen). | Unausgesprochene, aber allgemein akzeptierte Verhaltensweisen (z. B. Tischmanieren). |
| Durchsetzung | Streng und spezifisch (z. B. Strafen bei Gesetzesbruch). | Flexibel, oft durch soziale Reaktionen (z. B. Missbilligung). |
| Beispiel | Verbot von Diebstahl. | Nicht mit vollem Mund sprechen. |
Mores vs. Folkways
| Mores | Folkways | |
|---|---|---|
| Definition | Normen mit moralischer Grundlage (z. B. Verbot von Mord). | Normen ohne moralische Bewertung (z. B. Begrüßungsrituale). |
| Konsequenzen bei Verletzung | Schwere soziale oder rechtliche Sanktionen (z. B. Ächtung). | Leichte soziale Missbilligung (z. B. schiefe Blicke). |
| Beispiel | Plagiarismus in der Schule. | Küssen der Großmutter auf die Wange. |
Symbole (Gesten, Zeichen, Objekte) vermitteln kulturelle Bedeutungen und ermöglichen Kommunikation. Sie können materiell (z. B. Verkehrsschilder) oder immateriell (z. B. Friedenssymbol) sein. Symbole werden besonders sichtbar, wenn sie kontextfremd verwendet werden (z. B. ein Stoppschild als politisches Statement).
Sprache als zentrales Kulturelement
Sprache ist ein System von Symbolen, das Kommunikation und Kulturentransmission ermöglicht. Sie besteht aus Elementen wie Subjekt, Objekt und Handlung und variiert regional (z. B. „Soda“ vs. „Pop“). Sprache prägt die Wahrnehmung der Realität und beeinflusst das Denken (Sapir-Whorf-Hypothese).
Die Sapir-Whorf-Hypothese besagt, dass Sprache das Denken und Handeln formt. Beispiel: In den USA gilt die Zahl 13 als Unglückszahl, in Japan die Zahl 4. Sprache kann auch das Erkennen von Gefühlen beeinflussen (z. B. fehlendes Wort für „ambivalent“ erschwert die Beschreibung widersprüchlicher Gefühle).
Körpersprache und nonverbale Kommunikation sind ebenfalls symbolisch und kulturell geprägt. Gesten wie ein Daumen hoch können in verschiedenen Kulturen unterschiedliche Bedeutungen haben (z. B. Beleidigung in Russland).
3.3 High, Low, Pop, Sub, Counter-culture and Cultural Change
Kultur: Hoch-, Pop-, Sub-, Gegen- und Alltagskultur sowie kultureller Wandel
Kulturen sind intern vielfältig und unterliegen stetigem Wandel. Dieser Prozess wird durch Innovation (Entdeckung oder Erfindung neuer Elemente) und Diffusion (Ausbreitung von kulturellen Elementen über Grenzen hinweg) vorangetrieben. Gleichzeitig prägen Subkulturen und Gegenkulturen die kulturelle Landschaft, während Kulturverzögerung (culture lag) den Zeitraum zwischen technologischem Fortschritt und gesellschaftlicher Akzeptanz markiert.
Abgrenzung zwischen Hoch-, Pop-, Sub- und Gegenkultur
| Hochkultur (high culture) | Popkultur (popular culture) | Subkultur (subculture) | Gegenkultur (counterculture) | |
|---|---|---|---|---|
| Definition | Kulturelle Muster der gesellschaftlichen Elite; oft mit Intellektualismus, Prestige und Exklusivität verbunden (z. B. Oper, klassische Literatur, Eliteuniversitäten). | Muster kultureller Erfahrungen und Einstellungen in der breiten Bevölkerung; zugänglich, kommerziell verbreitet und über Medien vermittelt (z. B. Sportveranstaltungen, Reality-TV, Anime). | Kleinere kulturelle Gruppen innerhalb einer größeren Kultur, die sich durch gemeinsame Identität oder Interessen auszeichnen (z. B. Biker-Kultur, Body-Modification-Community). | Gruppen, die gesellschaftliche Normen und Werte aktiv ablehnen und eigene Regeln aufstellen; können sich außerhalb der Gesellschaft etablieren (z. B. Sekten, radikale politische Bewegungen). |
| Beispiele | Ballett, Theater, klassische Musik, antike griechische Dramen wie Antigone. | Paraden, Baseballspiele, Dancing with the Stars, soziale Medien, Mainstream-Musik. | Ethnische Gemeinschaften (z. B. durch Sprache, Küche, Traditionen), Hobbygruppen (z. B. Cosplay-Enthusiasten). | Kulte wie Yearning for Zion (YFZ), historische religiöse Bewegungen (z. B. frühes Christentum, Islam). |
| Soziale Funktion | Symbolisiert Status und Zugehörigkeit zur Elite; dient der Abgrenzung und Aufrechterhaltung von Machtstrukturen. | Fördert sozialen Austausch und kollektive Identität in der breiten Bevölkerung; wird über Massenmedien verbreitet. | Ermöglicht Teilhabe an spezifischen Lebenswelten ohne vollständige Abkehr von der Gesamtgesellschaft. | Kann gesellschaftliche Veränderungen anstoßen oder als Bedrohung wahrgenommen werden; steht oft im Konflikt mit etablierten Normen. |
Der Übergang zwischen Hoch- und Popkultur ist fließend und historisch wandelbar. Was einst als Popkultur galt (z. B. Shakespeares Theaterstücke), kann später zur Hochkultur werden. Umgekehrt kann Hochkultur durch Kommerzialisierung oder Medialisierung an gesellschaftlicher Exklusivität verlieren.
Subkulturen und Gegenkulturen unterscheiden sich grundlegend in ihrer Haltung zur dominanten Kultur. Während Subkulturen zwar eigene Identitäten pflegen, aber innerhalb der Gesellschaft agieren, lehnen Gegenkulturen deren Werte aktiv ab und streben oft nach einer vollständigen Neuordnung der Normen.
Kultureller Wandel durch Innovation und Diffusion
Kultureller Wandel entsteht durch zwei zentrale Mechanismen: Innovation (Neuerungen durch Entdeckung oder Erfindung) und Diffusion (Ausbreitung kultureller Elemente über kulturelle oder geografische Grenzen).
Innovation: Entdeckung vs. Erfindung
| Entdeckung (discovery) | Erfindung (invention) | |
|---|---|---|
| Definition | Aufdeckung bereits existierender, aber bisher unbekannter Aspekte der Realität (z. B. Galileos Entdeckung der Saturnringe). | Kombination bestehender Elemente zu etwas völlig Neuem (z. B. Erfindung des Telefons oder des Autos). |
| Beispiele | Kolumbus’ Entdeckung Hispaniolas für Europäer; Einführung neuer Nahrungsmittel wie Kartoffeln oder Tomaten in Europa. | Elektrogeräte des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts (Staubsauger, Radio, Fernsehen). |
| Auswirkung auf Kultur | Führt zu Wissenszuwachs und kann bestehende kulturelle Praktiken verändern (z. B. neue Ernährungsgewohnheiten). | Verändert Alltagsroutinen, schafft neue Normen und kann gesellschaftliche Werte prägen (z. B. Mobilität durch Autos). |
Diffusion bezeichnet die Ausbreitung kultureller Elemente (Ideen, Objekte, Praktiken) von einer Kultur in eine andere. Dieser Prozess kann durch Globalisierung beschleunigt werden, die den Austausch von Gütern und Ideen zwischen Regionen fördert. Diffusion führt oft zu einer Angleichung kultureller Praktiken, kann aber auch zu kulturellen Konflikten führen, wenn lokale Traditionen bedroht werden.
Kulturverzögerung (culture lag)
Der Begriff Kulturverzögerung (coined von William F. Ogburn) beschreibt die Zeitspanne zwischen der Einführung neuer materieller Kultur (z. B. Technologien) und deren gesellschaftlicher Akzeptanz oder Integration in nicht-materielle Kultur (z. B. Gesetze, Normen). Diese Verzögerung kann zu praktischen Problemen führen, etwa wenn veraltete Infrastruktur modernen Anforderungen nicht mehr gerecht wird.
3.4 Theoretical Perspectives on Culture
Theoretische Perspektiven auf Kultur
Drei soziologische Theorien erklären Kultur auf unterschiedliche Weise
| Funktionalismus (functionalism) | Konflikttheorie (conflict theory) | Symbolischer Interaktionismus (symbolic interactionism) | |
|---|---|---|---|
| Grundannahme | Kultur als System, das gesellschaftliche Stabilität und Integration sichert | Kultur als Instrument der Macht und Ungleichheit | Kultur als dynamisches Produkt von Interaktionen und Bedeutungszuschreibungen |
| Fokus | Funktionen von Normen und Werten für den gesellschaftlichen Zusammenhalt | Ungleichheiten in Bezug auf Klasse, Geschlecht, Rasse und Alter | Mikroebene: Alltagsinteraktionen und symbolische Bedeutungen |
| Beispiel | Bildungssystem als Ausdruck gesellschaftlicher Werte (z. B. USA) | Ausschluss historischer Ereignisse aus Lehrplänen (z. B. Tulsa Massaker) | Sprachwandel und kulturelle Dynamik durch Interaktion |
| Kritik/Ergänzung | Kultur dient den Bedürfnissen der Gesellschaft | Kultur reproduziert Machtstrukturen und Privilegien | Kultur entsteht und verändert sich durch soziale Interaktion |
Begriffe
- culture
- In sociology, a society is the people who share a culture, while a culture is the shared values, beliefs, norms, language, symbols, practices, artifacts, identities, and memories of that group; the two depend on each other and neither can exist without the other.
- cultural universals
- Cultural universals are patterns or traits that are globally common to all societies, such as family structure, funeral rites, weddings, births, language, personal names, and jokes, even though these universals are expressed differently in different cultures.
- ethnocentrism
- Ethnocentrism is the tendency to evaluate and judge another culture by one’s own cultural norms, assuming one’s own culture is the correct standard and better than others.
- cultural imperialism
- Cultural imperialism is the deliberate imposition of one’s own cultural values on another culture, often justified as helping or civilizing others.
- culture shock
- Culture shock is the disorientation and frustration people experience when they encounter a new culture, especially when its language, customs, and expectations differ from their own.
- cultural relativism
- Cultural relativism is the practice of assessing a culture by its own standards rather than by the standards of one’s own culture, and it requires openness to unfamiliar values, norms, and practices.
- xenocentrism
- Xenocentrism is the opposite of ethnocentrism: it is the belief that another culture is superior to one’s own; xenophobia is the irrational fear or hatred of different cultures.
- values
- Werte sind die Ideale, Prinzipien und Standards, die Mitglieder einer Kultur hochhalten. Sie definieren, was als gut, schlecht, schön oder erstrebenswert gilt und prägen das Handeln und Denken der Menschen.
- ideal culture
- Die ideale Kultur beschreibt die Standards, die eine Gesellschaft anstrebt – also das, was als wünschenswert gilt. Die reale Kultur zeigt hingegen, wie die Gesellschaft tatsächlich funktioniert.
- sanctions
- Sanktionen sind Formen der sozialen Kontrolle, die durch Belohnungen oder Bestrafungen das Einhalten kultureller Normen fördern. Sie können formell (z. B. Gesetze) oder informell (z. B. soziale Ächtung) sein.
- norms
- Normen sind die sichtbaren und unsichtbaren Regeln des Zusammenlebens in einer Kultur. Sie legen fest, was in bestimmten Situationen als angemessen gilt und strukturieren das Verhalten der Menschen.
- formal norms
- Formelle Normen sind schriftlich festgelegte Regeln, die in Institutionen wie Schulen, Gerichten oder Unternehmen gelten. Sie sind spezifisch und werden streng durchgesetzt, etwa durch Gesetze oder Unternehmensrichtlinien.
- informal norms
- Informelle Normen sind ungeschriebene Verhaltensregeln, die durch Beobachtung und Sozialisation erlernt werden. Sie reichen von Höflichkeitsgesten bis hin zu regionalen Gepflogenheiten und sind oft schwer zu erlernen.
- mores
- Mores sind Normen mit moralischer Grundlage, deren Verletzung schwerwiegende Konsequenzen haben kann. Dazu gehören etwa Gesetze gegen Mord oder religiöse Gebote.
- folkways
- Folkways sind Normen ohne moralische Bewertung. Sie regeln alltägliche Handlungen wie Begrüßungsrituale oder Tischmanieren und erleichtern den Alltag durch Routinen.
- symbols
- Symbole sind Gesten, Zeichen, Objekte oder Worte, die in einer Kultur eine gemeinsame Bedeutung tragen. Sie ermöglichen Kommunikation und helfen Menschen, ihre Welt zu verstehen.
- language
- Sprache ist ein symbolisches System der Kommunikation, durch das Kultur weitergegeben wird. Sie besteht aus Zeichen (Buchstaben, Wörter, Gesten), die durch Grammatik und Syntax Bedeutung erzeugen.
- Sapir-Whorf hypothesis
- Die Sapir-Whorf-Hypothese besagt, dass Menschen die Welt durch ihre Sprache wahrnehmen und verstehen. Sprache formt das Denken und damit das Handeln – etwa durch kulturell geprägte Assoziationen wie die Zahl 13 in den USA.
- high culture
- High culture is the pattern of cultural experiences and attitudes associated with elite social classes, while low culture is associated with the lowest class segments of society; popular culture is the mainstream cultural pattern that spreads through commercial and social media.
- subculture
- A subculture is a smaller cultural group within a larger culture that shares a specific identity while still participating in the larger society.
- counterculture
- Countercultures reject some of the larger culture’s norms and values and may create their own rules and communities outside the dominant society; cults are treated in the chapter as one form of counterculture.
- innovation
- Innovation is the initial appearance of something new in society, and it can occur through discovery, which reveals something that already exists, or invention, which combines existing elements into a new form.
- diffusion
- Diffusion is the spread of material and nonmaterial culture from one culture to another, and globalization is the increasing worldwide interaction, integration of markets, and interdependence of nations.
- culture lag
- Culture lag is the time that passes between the introduction of a new item of material culture and its social acceptance.
- functionalism
- Funktionalismus sieht Kultur als ein System von Teilen, die zusammenwirken, um die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen und sozialen Zusammenhalt zu stärken.
- conflict theory
- Konflikttheorie betrachtet Kultur als ein Feld, in dem Machtungleichheiten und soziale Ungerechtigkeiten reproduziert werden, indem dominante Gruppen ihre Interessen durchsetzen.
- symbolic interactionism
- Symbolischer Interaktionismus analysiert, wie Kultur durch tägliche Interaktionen, Symbole und Sprache zwischen Individuen ständig neu ausgehandelt und gestaltet wird.